Bildcollage Nordenstadt © Christian Wauer.

Herzlich Willkommen

Unsere Kirchengemeinde liegt im schönen Nordenstadt. Das Dorf im Ländchen bildet das östliche Tor zur Landeshauptstadt Wiesbaden. Das ehemals bäuerliche Dorf ist eine moderne Wohn- und Gewerbegemeinde geworden. In den vergangenen Jahren sind an den Ortsrändern neue Wohngebiete entstanden, trotzdem konnte Nordenstadt seinen ländlichen Charakter bewahren.

Seit dem 1.1.2026 bilden wir zusammen mit den Ortskirchengemeinden Delkenheim, Wallau, Massenheim/Wicker und Hochheim die Gesamtkichengemeinde Wiesbaden SüdOst.

Eine Übersicht über die kommenden Gottesdienste in unserer Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst finden Sie hier.

Aktueller Hinweis zur Homepage

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Ein Leiterwagen zieht ein – St. Stephan findet ein neues Zuhause im Ländchesdom

Ein Festgottesdienst zum Einzug der katholischen Kirchengemeinde St. Stephan in unsere Evangelische Kirche in Delkenheim

Am 16. August 2026 wurde in unserem Ländchesdom ein ganz besonderer Gottesdienst gefeiert: Die katholische Kirchengemeinde St. Stephan ist mit ihrer Gemeinde in die Kirche  eingezogen. Damit beginnt für beide Gemeinden ein neuer und besonderer Weg: Wir werden künftig die Kirche und das Gemeindehaus gemeinsam nutzen.

Die Geschichte dieses Einzugs begann bereits im Juni. Beim Profanierungsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Stephan war unser Pfarrer Oliver Albrecht nicht mit leeren Händen gekommen. Mit einem Leiterwagen – kurzerhand zum „Umzugsunternehmen Albrecht“ erklärt – zog er in die Kirche ein. Gemeinsam mit Gemeindegliedern wurden verschiedene Gegenstände hineingelegt, die für das katholische Gemeindeleben und die Geschichte von St. Stephan stehen.

Nun ist dieser Leiterwagen tatsächlich in den Ländchesdom eingezogen – und mit ihm eine ganze Gemeinde.

Der feierliche Gottesdienst am 16. August war ein gelungener und fröhlicher Auftakt für das neue Miteinander. Für viel Schwung sorgte die Band BON der katholischen Kirchengemeinde, die die Lieder musikalisch begleitete. Der katholische Pfarrer Frank Schindling und der evangelische Pfarrer Olivert Albrecht gestalteten den Gottesdienst gemeinsam und ergänzten sich wunderbar in Gebeten, Gedanken und im Predigtteil.

Im Mittelpunkt stand natürlich der Leiterwagen. Nach und nach wurde er ausgeräumt. Verschiedene katholische Gemeindeglieder stellten die Gegenstände vor, die nun symbolisch und tatsächlich im Ländchesdom angekommen sind: die Stephanskrone, die an den Namensgeber der katholischen Gemeinde erinnert – und passenderweise war der 16. August zugleich der Tag des Heiligen Stephanus. Dazu kamen die Taufschale, das Gesangbuch „Gotteslob“, die Osterkerze, ein Messdienergewand, Eine-Welt-Kaffee, ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel (für den Spielenachmittag jeden dritten Freitag im Monat und die Hockergymnastik jeden Mittwochvormittag) und natürlich auch der Frauenkreis – dargestellt durch ein Sektglas und eine Kaffeetasse. Auch eine Bibel, Kelch und Hostienschale fanden ihren Platz.

So wurde deutlich: Es ziehen nicht einfach Gegenstände um. Mit ihnen kommen Erinnerungen, Traditionen, Geschichten und Menschen.

Auch das Thema Ökumene bekam im Gottesdienst einen ganz eigenen, augenzwinkernden Platz. Pfarrer Albrecht machte deutlich, dass es den Protestanten nicht schadet, wenn sie künftig auch einmal auf eine Maria Figur schauen. Und ebenso wenig schadet es den Katholiken, wenn sie durch die Kirche gehen und dabei an Martin Luthers Wort vorbeikommen, das am Eingang des Ländchesdoms in Stein gemeißelt ist. Was früher vielleicht als Trennendes wahrgenommen wurde, kann heute zu einem Zeichen des gemeinsamen Glaubens werden.

Ein weiterer besonderer Moment war das Fürbittengebet, das abwechselnd von den evangelischen und katholischen Gemeindemitgliedern gelesen wurde. Im letzten Absatz fanden beide Stimmen zusammen und mündete schließlich in das gemeinsam gebetete Vaterunser – ein starkes Zeichen dafür, dass bei allen Unterschieden der gemeinsame Glaube verbindet.

Auch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende war beim Festgottesdienst zu Gast. In seiner Ansprache gratulierte er den beiden Gemeinden zu diesem besonderen Schritt und wünschte für den gemeinsamen Weg viel Glück und gutes Gelingen. Seine Worte unterstrichen, welche Bedeutung dieses neue Miteinander auch über die Grenzen der beiden Kirchengemeinden hinaus hat.

Doch bei aller Freude über den Neubeginn durfte auch die Trauer ihren Platz haben. Der Abschied von der eigenen Kirche St. Stephan ist für viele Gemeindeglieder mit Erinnerungen an Taufen, Hochzeiten, Kommunionen, Gottesdienste, Feste und persönliche Lebensmomente verbunden. Diese Gefühle wurden im Gottesdienst nicht ausgespart. Im Gegenteil: Die Wehmut und die Erinnerungen fanden Raum und berührten viele der Anwesenden.

Nach dem Gottesdienst ging das gemeinsame Feiern auf dem Hof des Gemeindehauses weiter. Und auch hier wurde das neue Miteinander ganz praktisch gelebt: Pfarrer Schindling und Pfarrer Albrecht standen gemeinsam am Grill und sorgten dafür, dass niemand hungrig blieb.

Für die Kaffeetafel waren zahlreiche Muffins zusammengekommen. Beim Rathausplatzfest war zuvor zu Spenden für dieses gemeinsame Fest aufgerufen worden – und die Resonanz war großartig. Die vielen selbstgebackenen Muffins sowie die Getränke wurden gegen eine Spende ausgegeben. Für die Kaffeeliebhaber war außerdem das „Karlchen“ der Katholischen Gesamtkirchengemeinde St. Birgit im Einsatz und sorgte für frisch gebrühten Kaffee.

Bei bestem Wetter wurde gegessen, getrunken, gelacht und miteinander gesprochen. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, sich kennenzulernen, alte Bekannte wiederzutreffen und einfach gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen.

Es war ein gelungener Auftakt, ein gelungenes Miteinander und ein rundum stimmungsvoller Nachmittag. Das herrliche Wetter tat sein Übriges.

Der Leiterwagen ist angekommen. Doch eigentlich ist viel mehr angekommen: eine Gemeinde, ihre Geschichten, ihre Traditionen und ihr Glaube.

Nun beginnt ein neuer gemeinsamer Weg. Möge der Ländchesdom für beide Gemeinden ein Ort bleiben, an dem Menschen zusammenkommen, Gottesdienste feiern, miteinander lachen und weinen – und immer wieder erfahren, dass das Verbindende größer sein kann als das Trennende.

Herzlich willkommen im Ländchesdom, liebe Gemeinde St. Stephan!

Informationen zum Ortsausschuss

Unsere nächsten Gottesdienste

  • Gottesdienste

Tauferinnerungsgottesdienst

Sonntag, 6.9.2026, 14:00-15:00 Uhr

Wiesbaden, Evangelische Kirche Nordenstadt

  • Gottesdienste

Gottesdienst mit Abendmahl

Sonntag, 13.9.2026, 10:00-11:00 Uhr

Wiesbaden, Evangelische Kirche Nordenstadt

  • Gottesdienste

Gottesdienst

Sonntag, 27.9.2026, 18:00-19:00 Uhr

Wiesbaden, Evangelische Kirche Nordenstadt

Unsere nächsten Veranstaltungen

  • Gottesdienste
  • Konzerte / Theater / Musik

Musikalischer Gottesdienst

Sonntag, 25.10.2026, 10:00-11:00 Uhr

Wiesbaden, Evangelische Kirche Nordenstadt

Festgottesdienst Gründung der Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst

Gründung der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst

Fast bis auf den letzten Platz war der Ländchesdom in Delkenheim besetzt, als am vergangenen Sonntag, den 25. Januar 2026 in einem Festgottesdienst die Gründung der ev. Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst gefeiert wurde. Menschen aus den zugehörigen Ortskirchengemeinden Delkenheim, Hochheim, Massenheim-Wicker, Nordenstadt und Wallau und darüber hinaus sind der Einladung gefolgt, diesen zukunftsgerichteten und weitreichenden Zusammenschluss feierlich zu begehen. Pfarrerin Dr. Olivia Rahmsdorf hat in der Predigt die diesjährige Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ aus verschiedenen Blickwinkeln und durchaus auch kritisch betrachtet. Neben der Zuversicht, die die Losung verspricht, soll und muss nicht alles neu werden. Bewährtes darf, soweit es die Ressourcen zulassen, bleiben. Neues entsteht und bereichert die Gesamtkirchengemeinde durch Näherrücken und Interesse füreinander fast von allein. Aus den einzelnen Ortskirchengemeinden wurden Beispiele für persönliche Lichtmomente, wie das Kinderbibelwochenende in Massenheim-Wicker, die Lebende Krippe in Delkenheim, der Gottesdienst zum Altjahresabend in Nordenstadt, die monatliche Andacht in Wallau, das Ehrenamtsfest in Hochheim genannt. Um diese Lichtmomente zusammenzufügen, wurden die Reste der Adventskranzkerzen aus allen Ortskirchengemeinden während des Gottesdiensts eingeschmolzen und zu einer neuen farbenfrohen Kerze gegossen, die in Zukunft bei gemeinsamen Gottesdiensten brennen soll.

Die stellvertretende Dekanin Miriam Lehmann sprach allen Mitgliedern der Ortsausschüsse, des Gesamtkirchenvorstands und des Verkündigungsteams Segen für alles zukünftige Tun und Lassen zu. Hierzu gehörte auch ein großer Dank an alle Ehren- und Hauptamtlichen, die sich an unterschiedlichen Stellen mit ihren Talenten und ihrer Zeit für die Gemeinde engagieren.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Hans Garon an der Orgel, der Band Jump from the Belfry aus Nordenstadt und dem Männerchor Eintracht-Harmonie aus Delkenheim.

Nach dem Gottesdienst richteten die stellvertretende Dekanin Miriam Lehmann (Dekanat Wiesbaden), Pfarrer Frank Schindling (kath. Kirchengemeinde St. Birgid), Ulrike Erb und Bernd Jung (kath. Kirchengemeinde St. Teresa und Runder Tisch Ökumene, Hochheim), sowie Bürgermeister Dirk Westedt (Hochheim) und Ortsvorsteher Dr. Bernd Wittkowki (Delkenheim) anerkennende, mutmachende und gleichzeitig auch entlastende Grußworte an alle Mitglieder der neuen Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst.  

Beim Anstoßen auf Bewährtes und Neues war der Ländchesdom von Stimmen lebhaft erfüllt.

Wir wachsen zusammen – der Start der Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst zum 1. Januar 2026

Ab dem 1.1.2026 sind wir als Nordenstädter evangelische ChristenTeil der Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst. Diese Information stand schon im letzten Gemeindebrief, wir haben bei der Gemeindeversammlung im Frühjahr über die Absicht informiert. Erste gemeinsame Aktionen haben stattgefunden mit dem Einführungsgottesdienst der Konfis auf der Weidenmühle Ende Juni, der gemeinsamen Konfi-Arbeit mit Projekten, Modulen und Gruppentreffen in den verschiedenen Orten unseres Nachbarschaftsraumes. Oder auch kürzlich der Buß- und Bettagsgottesdienst in Delkenheim.

Was heißt das aber jetzt konkret für die Arbeit in Nordenstadt? Für Sie als Christin und Christen vor Ort?

1. Gemeindebüro: 
Im Lauf des kommenden Jahres wird der gemeinsame Verwaltungsstandort in Nordenstadt Formen annehmen. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Bis dahin ist das Gemeindebüro weiterhin per Telefon 06122-4770 und E-Mail: gesamtkirchengemeinde.wiesbaden-suedost@ekhn.de erreichbar.

2. Gottesdienstplan:
Im Oktober wurde für den Nachbarschaftsraum ein neuer Gottesdienstplan beschlossen. Dieser gilt für die Monate Januar bis März und wird sowohl im Gesamtkirchenvorstand als auch in den Ortsausschüssen evaluiert und ggf. angepasst. Hintergrund der Neuordnung der Gottesdienste ist, dass einige Orte in unserem Nachbarschaftsraum keine vollen Pfarrstellen mehr haben. Wir stehen vor der Herausforderung, dass wir innerhalb des Verkündigungsteams selbst bei Vollbesetzung aller am Ende 4 Pfarrstellen die Gottesdienste abdecken können müssen, davon unberührt bleiben die Gottesdienste, die auch bisher schon von Prädikantinnen und Prädikanten, Lektorinnen und Lektoren, Pfarrern im Ehrenamt oder Pfarrerinnen im Ruhestand übernommen wurden, um z.B. freie Wochenenden, Urlaube oder Krankheitszeiten abzudecken. An folgenden Sonntagen finden in den jeweiligen Orten Gottesdienste regulär statt:

Delkenheim: 1. und 3. Sonntag im Monat

Hochheim: 1. 2. und 3. sowie 5. Sonntag im Monat

Massenheim/Wicker: 2. und 4. Sonntag im Monat

Nordenstadt: 1., 2. und 4., sowie 5. Sonntag im Monat

Wallau: 1. und 3. Sonntag im Monat

Feiertage, sowie Advents- und Passionsandachten entnehmen sie dem aktuellen Plan.

3. Gesamtkirchenvorstand und Ortsausschüsse:
Mit der Bildung der Ev. Gesamtkirchengemeinde Wiesbaden SüdOst zum 01.01.2026 aus den Ev. Kirchengemeinden Delkenheim, Hochheim, Massenheim-Wicker, Nordenstadt und Wallau gibt es nur noch einen Gesamtkirchenvorstand. Damit trotz der Gesamtkirchengemeinde auch das Leben (um die 5 Kirchtürme) in den einzelnen Gemeinden erhalten bleibt, werden vom Kirchenvorstand Ortsausschüsse gebildet, die die Fragen behandeln, die vor Ort wichtig sind und die tatsächlich nur einen Ort betreffen. Der Ortsausschuss koordiniert kirchliche Aktivitäten, Feste und Gemeindeveranstaltungen, die primär auf den jeweiligen Ort bezogen sind und er dient als Ansprechpartner, sprich offene Augen und Ohren für die Anliegen der Gemeinde zu haben. Ohne Ortsausschüsse wäre das Leben um den Kirchturm still! Den Ortsausschüssen können vom Gesamtkirchenvorstand auch zur selbständigen Wahrnehmung und Beschlussfassung Aufgaben übertragen werden. Gleichzeitig gilt bei wichtigen Entscheidungen des Kirchenvorstandes zunächst die Rückmeldung der Ortsausschüsse. Der Kirchenvorstand, der von der Kirchengemeinde Nordenstadt gewählt wurde, den gibt es mit der Bildung der Gesamtkirchengemeinde so nicht mehr. Teile des alten Kirchenvorstandes, die schon Teil der Steuerungsgruppe des Nachbarschaftsraumes sind, die werden dem neuen Gesamtkirchenvorstand angehören. Alle bisherigen KV-Mitglieder bilden den Ortsausschuss Nordenstadt und werden dazu noch in dem einen oder anderen Ausschuss der Gesamtkirchengemeinde mitarbeiten und sich somit auch dort für alle einsetzen. 

Und auch hier gilt: Wir sind am Anfang eines gemeinsamen Weges. Wir haben in zahlreichen Sitzungen vieles bedacht und hoffentlich gute Grundlagen gelegt. Es kann und wird am Anfang holpern und vielleicht auch nicht gleich alles glatt laufen. Scheuen Sie sich dann nicht uns anzusprechen und das Gespräch zu suchen, damit wir gemeinsam als Evangelische Christinnen und Christen Kirche gestalten können.