Gemeinden auf dem Weg in die Zukunft Nachbarschaftsräume werden gebildet Als Kirche und als Kirchengemeinden sind wir unterwegs - unterwegs in der Zeit mit ständig neuen und wechselnden Herausforderungen. Zu den Herausforderungen, in die wir gestellt sind, gehört, dass es für viele Menschen überhaupt nicht mehr selbstverständlichist, einer Kirche anzugehören. Unsere Gemeindenwerden kleiner. Nordenstadt hatte vor 15 Jahren rund 2.900 Gemeindeglieder, zurzeit sind es 2.200 Mitglieder. Das ist einallgemeiner Trend, mittlerweile gehören weniger als 50 % der Deutschen einer christlichen Kirche an. Auch die finanziellenMittel, vor allem für die Bauunterhaltung, werden deutlichknapper und in naher Zukunft wird es auch weniger Pfarrpersonen geben.
Trotzdem sind wir überzeugt, dass unsere Kirche Zukunft hatund Menschen im Glauben und Leben begleiten und stärken kann. Und dass sie viel zu einem guten, gerechten und friedlichen Miteinander in unserem Land und in dieser Welt beitragen kann.
Unsere Landeskirche hat daher einen Prozess der Neugestaltungvon Gemeindeleben initiiert. In allen Regionen werden Nachbarschaftsräumevon Gemeinden gebildet, die zukünftig eng zusammenarbeiten. Die Gemeinden Delkenheim, Nordenstadt undWallau haben sich entschieden einen solchen Nachbarschaftsraumzu bilden. In diesem wird in Zukunft voraussichtlich ein Pfarrteam aus zwei Pfarrpersonen und einem Mitarbeitenden aus dem gemeindepädagogischen Dienst arbeiten.
Aufgrund der zurückgehenden Gemeindegliederzahlen muss gemeinsam überlegt werden, wie der in den Verbund einzubringende Gebäudebestand genutzt wird. Dazu gehört, dass ein zentrales Pfarrbüro eingerichtet wird, das dann aber eine umfassende Erreichbarkeit gewähren soll. Nur so können die einzelnen Gemeinden mit den deutlich zurückgehenden oder sogar gestrichenen Bauzuweisungen und dem Finanzbedarf der vorhandenenGebäude zurechtkommen.
Im Nachbarschaftraum muss auch überlegt werden, welche Veranstaltungen, Gottesdienste, Gruppen, Chöre, Konfirmandenstunden gemeinsam, an einem oder an wechselnden Ortendurchgeführt werden. Nur so können auch weniger Ehrenamtliche optimal und mit Freude in den Gemeinden arbeiten. Es gilt, Schwerpunkte zu setzen bei dem, was am Ort gebraucht wird, und nicht an jedem Ort und in jeder Gemeinde muss „alles“angeboten werden. Teams aus den Kirchenvorständen machensich an die Arbeit, um diesen Prozess in den nächsten Jahren voranzubringen.
Text: Pfr. Hoffmann (Wallau) als gemeinsamer Text für die Kirchengemeinden Delkenheim, Nordenstadt und Wallau